Inklusion ist in vielen Kitas bereits Alltag. Gleichzeitig wird Inklusion häufig als anspruchsvolle Zusatzaufgabe wahrgenommen. Genau hier setzt eine gute Fortbildung zum Thema Inklusion an. Sie unterstützt Teams dabei, Unsicherheiten abzubauen, die eigene Haltung zu schärfen und den Kita-Alltag Schritt für Schritt inklusiver zu gestalten.

In diesem Blogartikel gehen wir auf folgende Themenschwerpunkte ein:

  • Definition Inklusion und Integration in Kitas
  • Was ist der Unterschied zwischen Inklusion und Integration?
  • Warum sich eine Fortbildung zum Thema Inklusion langfristig lohnt
  • Bildungsformate für inklusive Kitas im Überblick
  • Fazit: Für jede Kita der passende Weg

Auf einen Blick für Kitas: Inklusion und Integration

Integration

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Integration geht von einer bestehenden Gruppe und ihren Strukturen aus. Menschen werden in bereits vorhandene Rahmenbedingungen eingegliedert. Um Teilnahme zu ermöglichen, werden für einzelne Menschen oder Personengruppen zusätzliche oder gesonderte Lösungen im bestehenden Rahmen geschaffen.

Inklusion

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Inklusion geht von der selbstverständlichen Zugehörigkeit aller Menschen aus. Diversität wird als selbstverständlicher Bestandteil einer Gemeinschaft verstanden und nicht zum Anlass genommen, Menschen voneinander zu unterscheiden oder in Gruppen einzuteilen. Alle Menschen können unabhängig von Individualität und Lebensrealität uneingeschränkt Teilhabe erfahren. Bestehende Bedingungen und Strukturen werden kontinuierlich weiterentwickelt. Inklusion ist damit kein abgeschlossener Zustand, sondern ein fortlaufender Entwicklungsprozess.

Mehr zur Definition von Inklusion finden Sie in unserem separaten Blogartikel (hier klicken).

Was ist der Unterschied zwischen Inklusion und Integration?

Integration geht von einer bestehenden Gruppe und ihren Strukturen aus.
In der Kita bedeutet dies: Der Kita-Alltag verfügt über gewohnte Abläufe, Regeln und Rahmenbedingungen. Ein Kind, dessen Familie, Mitarbeitende werden neu in die Kita aufgenommen und in die vorhandenen Strukturen eingegliedert. Damit Teilnahme entsteht, müssen Menschen sich in gewissem Maße an die bestehenden Bedingungen anpassen. Somit wird der bestehende Rahmen grundsätzlich beibehalten. Für einzelne Kinder und deren Familien sowie das Team können zusätzliche oder gesonderte Lösungen geschaffen werden, damit eine Teilnahme ermöglicht wird.

Inklusion geht hingegen von der selbstverständlichen Zugehörigkeit aller aus. Diversität wird als natürlicher Teil und Bereicherung einer Gemeinschaft verstanden. In der Kita werden Strukturen, Abläufe, Räume, Kommunikation und Pädagogik so gelebt, dass alle Beteiligten uneingeschränkte Teilhabe erfahren und sich mit ihren individuellen Möglichkeiten einbringen können. Dabei wird die Prozesshaftigkeit in der Ausgestaltung stets mitbedacht.

Alltags-Beispiel Integration: In einer Kita-Gruppe gibt es einen festen Ablauf. Alle Kinder räumen gleichzeitig auf, ziehen sich anschließend im Flur an und gehen gemeinsam nach draußen. Ein Kind benötigt dabei mehr Zeit und Unterstützung. Es wird in den bestehenden Ablauf eingegliedert und erhält beispielsweise zusätzliche Hilfe beim Anziehen. Der grundsätzliche Ablauf der Gruppe bleibt bestehen. Das Kind muss sich weiterhin an den vorgegebenen Rhythmus und die bestehenden Strukturen anpassen.

Alltags-Beispiel Inklusion: Die Kita gestaltet Übergänge so, dass unterschiedliche Tempi, Bedürfnisse und Formen der Beteiligung von Anfang an berücksichtigt werden. Es gibt beispielsweise Möglichkeiten, sich früher oder später anzuziehen, Unterstützung einzufordern, eine Pause einzulegen oder den Übergang visuell nachvollziehen zu können. Die Strukturen werden damit nicht für ein einzelnes Kind nachträglich angepasst, sondern so gestaltet, dass unterschiedliche Bedürfnisse innerhalb der gesamten Gruppe ihren natürlichen Platz finden.

Warum sich eine Fortbildungen zum Thema Inklusion langfristig lohnt

Wir kennen die Realität in Kitas: Der Betreuungsalltag ist eng getaktet, das Fortbildungsbudget begrenzt. Schließ- sowie Konzeptionstage müssen jedes Kindergartenjahr gut geplant werden. Die aktuelle Personalsituation in Kindertageseinrichtungen erschwert eine Freistellung für Bildungsangebote zusätzlich. Gleich bleibt der eigene Anspruch: Kinder auf ihrem Weg bestmöglich begleiten zu wollen.

Die strukturellen Herausforderungen, vor denen Kitas und Träger stehen, können wir als Bildungsträger nicht beeinflussen. Was wir beeinflussen können, ist die langfristige Entlastung von Kita-Teams durch passende Bildungsangebote.

Vorteile von Bildungsformaten in Kindertageseinrichtungen:

  • Ein sicherer fachlicher Rahmen nimmt Unsicherheiten im Umgang mit herausfordernden Situationen

  • Eine gemeinsame Haltung im Team reduziert Unstimmigkeiten im Betreuungsalltag

  • Wissen zu Ansprechpartner:innen, Förderwegen und rechtlichen Rahmenbedingungen machen schnelles Handeln im Bedarfsfall möglich

Die gute Nachricht: Eine Fortbildung im Themenfeld Inklusion muss nicht bedeuten, dass ein gesamter Schließtag genutzt werden muss. Es gibt je nach Ressourcen und einrichtungsinternen Zielen individuelle Wege, sich unterstützen zu lassen. Diese stellen wir Ihnen im folgenden Abschnitt vor.

Bildungsformate für inklusive Kitas im Überblick

Je nach Ausgangspunkt einer Kindertageseinrichtung gibt es unterschiedliche, sinnvolle Möglichkeiten, die eigene Kita inklusiv weiterzuentwickeln. Wir als Bildungsträger sind überzeugt von Präsenzangeboten für das Themenfeld Inklusion. Deshalb stellen wir Ihnen drei Präsenz-Formate vor und erklären kurz, welche Vorteile jedes einzelne Bildungsangebot für Sie hat.

Format Inhouse Präsenzworkshop Netzwerktreffen
Zielgruppe: Ganze Kita-Teams Einzelne Mitarbeitende Jede:r
Ressourcen:
  • Meist: Schließtag für Kita
  • 1.150,00 EUR zzgl. Reisekosten bei Fokus Kita
  • Räumlichkeiten für Referent:innen
  • Nachbereitung im Team ermöglichen
  •  Teilnahmebeitrag pro Person
  • Vertretungssituation freigestellter Person
  • Fahrzeit
  • Transfer ins gesamte Team ermöglichen
  • kurzes Zeitfenster am Nachmittag
  • Geringer Teilnahmebeitrag
  • Fahrtzeit
Nutzen:
  • keine zusätzliche Fahrzeit
  • kein Vertretungsaufwand
  • Passgenaue Inhalte (Auswahl eines Themenschwerpunkts)
  • Neues Fachwissen und Impulse zu ausgewähltem Thema
  • Blick über den Tellerrand durch andere Teilnehmende
  • Netzwerke knüpfen
  • Neues Fachwissen und Impulse
  • Blick über den Tellerrand durch andere Teilnehmende
  • Netzwerke knüpfen
Bildungsangebot: unser Portfolio unsere Workshop-Reihe unser Inklusions-Netzwerk 

Ob Inhouse-Fortbildung, Präsenzworkshop oder Netzwerktreffen:
Für jede Kita gibt es den passenden Weg, um inklusive Pädagogik im Team weiterzuentwickeln. Entscheidend ist, was Ihre Einrichtung gerade braucht und welche Ressourcen zur Verfügung stehen.

Fazit: Für jede Kita der passende Weg

Die verschiedenen Formate lassen sich flexibel kombinieren und Schritt für Schritt nutzen.


So wird Fortbildung zum Thema Inklusion nicht zur zusätzlichen Belastung, sondern zu einer wertvollen Unterstützung im Kita-Alltag.


Das Ergebnis ist mehr Sicherheit im Team, mehr Teilhabe für alle Kinder und eine inklusive Pädagogik, die nachhaltig in der Einrichtung verankert wird.

Wir freuen uns, Sie im Themenfeld Inklusion
begleiten zu dürfen!
Julia Hoffstiepel & Mara Kirstein