Förder- und Teilhabeplanung in der Kita – inklusiv(er) planen

Teilhabe wirksam gestalten: Zusammenspiel von Pädagogik, Administration und Organisation

In dieser Weiterbildung erhalten Sie einen praxisnahen und strukturierten Einblick in die Eingliederungshilfe für Kindertageseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen. Von zentraler Bedeutung sind hierbei gesetzliche Grundlagen der Eingliederungshilfe und damit verbundenen (administrativen) Handlungsabläufen. Betrachtet werden hierbei vor allem die Abläufe von der ersten Beobachtung eines Kindes über die Bedarfsermittlung bis hin zur Antragstellung und Umsetzung der Basisleistung I. Dabei wird aufgezeigt, wie fachliche Anforderungen und rechtliche Vorgaben im Kita-Alltag sinnvoll miteinander verbunden werden können.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Bedarfsermittlung im Rahmen der Eingliederungshilfe. Anhand von Fallbeispielen erarbeiten Sie beispielhaft Teilhabe- und Förderpläne und betrachten hierbei die Verknüpfung mit der ICF-CY. Wir legen besonderen Wert auf den Praxistransfer und vermitteln Anwendungswissen zu Umsetzungsmöglichkeiten von Teilhabe- und Förderplänen im pädagogischen Alltag.

Ziel ist ein besseres Verständnis für die ICF-CY zu entwickeln und aufzuzeigen, welche Impulse sich daraus für eine ressourcenorientierte, teilhabefördernde pädagogische Arbeit ergeben. Ebenso erhalten Sie Sicherheit im Umgang mit den rechtlichen und fachlichen Anforderungen der Eingliederungshilfe und Handlungsmöglichkeiten für eine teilhabeorientierte, alltagsnahe Förderung.

Durch die Weiterbildung soll deutlich werden, wie wichtig das Zusammenspiel von Pädagogik, Kita-Management und der Zusammenarbeit mit Familien ist, um Kindern eine gleichberechtigte und aktive Teilhabe am Kita-Alltag zu ermöglichen.

wie herausfordernd die erste Antragsstellung oftmals sein kann und dass dabei viele offene Fragen auftauchen. Es entsteht häufig Unsicherheit darüber, ob eine Antragsstellung erfolgen soll und wenn ja, welche Schritte notwendig sind: Welche Unterlagen benötige ich und wie soll der Prozess sinnvoll in den laufenden Alltag integriert werden? Wie gerne hätte man in diesen Momenten jemanden an seiner Seite, der all diese Fragen beantworten kann.

Wir möchten deutlich machen, dass Eingliederungshilfe kein zusätzlicher Verwaltungsakt sein sollte, sondern ein Prozess, der pädagogisches Handeln begleitet und stärkt. Wenn bürokratische Anforderungen sinnvoll mit der Praxis verbunden werden, eröffnen sich Chancen für mehr Qualität, Verlässlichkeit und echte Teilhabemöglichkeiten für jedes Kind.

Neben der direkten Arbeit mit den Kindern erfordert die Förderplanung Zeit für Beobachtung, Dokumentation, Gespräche im Team sowie den Austausch mit Familien und möglicherweise externen Fachstellen. Diese zusätzlichen Aufgaben müssen oft parallel zum Alltagsgeschehen bewältigt werden. Gleichzeitig besteht der Anspruch, allen Kindern gerecht zu werden und Teilhabe nicht nur auf dem Papier zu planen, sondern im Alltag tatsächlich auch umzusetzen.

Trotz dieser Herausforderungen kann dieser Prozess gleichzeitig auch eine wertvolle Unterstützung darstellen. Entwicklungsverläufe werden bewusster wahrgenommen, Ziele klarer formuliert und der pädagogische Alltag bewusster gestaltet. Durch strukturierte Absprachen im Team kann Sicherheit im Handeln und Transparenz für alle Beteiligten geschaffen werden.

Dozentin

Laetitia Büker
Rehabilitationspädagogin B.A.


„Kinder brauchen keine perfekten Bedingungen, sondern Menschen, die bereit sind, ihre Bedürfnisse ernst zu nehmen.“

Die wichtigsten Details auf einen Blick


Zielgruppe
Päd. Mitarbeiter:innen
aus der Kita


Donnerstag – Freitag
15. – 16.10.26
09:15 – 16:15 Uhr (16 UE)


Teilnahmebeitrag
300,00 €
50,00 € Rabatt sichern!

Inhalt der Weiterbildung

Tag 1: ICF-CY – Förder- & Teilhabemöglichkeiten erkennen und formulieren

  • Einfluss der Philosophie und des bio-psychosozialen Modells auf die ICF-Klassifikation

  • Teilhabedimensionen kennen, um sie in der Praxis nutzen zu können

  • Konsequenzen aus der Arbeit mit der ICF-CY für die pädagogische Arbeit

  • Nutzung der ICF-CY im Rahmen eines Teilhabe- und Förderplans

Tag 2: Teilhabe- und Förderplanung im Rahmen der Eingliederungshilfe in der Kita

  • Gesetzliche Vorgaben in der Eingliederungshilfe sowie damit verbundene administrative Handlungsabläufe

  • Bedarfsermittlung im Rahmen der Eingliederungshilfe

  • Anhand von Fallbeispielen Erarbeitung eines Förder- und Teilhabeplans sowie Verknüpfung mit der ICF-CY

  • Raum und Materialgestaltung inklusiv denken

  • Praxistransfer und Anwendungswissen: Vielfältige Umsetzungsmöglichkeiten des Teilhabe- und Förderplans für den pädagogischen Alltag

Damit Sie vollumfänglich mitarbeiten können und wir möglichst praxisnah lernen können, sind folgende Materialien für die Weiterbildungstage mitzubringen:

  • Fachliteratur ICF-CY (World Health Organization (Hrsg.) (2017): ICF–CY. Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen.
  • Mind. einem Fallbeispiel aus der eigenen Einrichtung

Ziele der Weiterbildung

  • Einfluss der Philosophie und des bio-psychosozialen Modells auf die ICF-Klassifikation
  • Kenntnisse über die einzelnen Teile der ICF-CY erlangen

  • Praktische Anwendung ICF-CY im Kita-Alltag

  • Nutzung der ICF-CY im Rahmen eines Teilhabe- und Förderplans
  • Kenntnisse über grundlegende rechtliche Vorgaben der Eingliederungshilfen
  • Praxistransfer mittels Ausfüllen eines Beispielantrags

  • Mögliche Prozessstrukturen & zentrale Abläufe aufzeigen

  • Schnittstellen zwischen Kita, Netzwerk und Familien kennenlernen

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