Inklusion in der Kita – inklusiv(er) handeln
Eine Kita als Lebensraum, in dem sich alle willkommen und angenommen fühlen

Dieser Workshop richtet sich an pädagogische Fachkräfte, Ergänzungskräfte und Assistenzen, die ihre Kita inklusiv, wertschätzend und zukunftsorientiert gestalten möchten. Sie lädt dazu ein, den eigenen Blick zu schärfen, Routinen zu hinterfragen und neue Perspektiven einzunehmen, ohne erhobenen Zeigefinger, dafür mit viel Praxisnähe und Austausch.

Ziel der dreitägigen Weiterbildung ist es, pädagogischen Kräften Raum für Reflexion, gemeinsames Nachdenken und den Austausch über inklusive Kita-Praxis zu bieten sowie konkrete Impulse zu vermitteln, die direkt in den Kita-Alltag übertragen werden können.
Die Weiterbildung stärkt pädagogische Kräfte darin, Inklusion nicht als zusätzliche Aufgabe zu erleben, sondern als selbstverständlichen Teil professioneller pädagogischer Arbeit. Ausgangspunkt ist die Anerkennung, dass jedes Kind eine eigene Geschichte und jede Familie eine eigene Lebensrealität mitbringt.

Inklusion wird dabei als Prozess verstanden, aus dieser Vielfalt einen gemeinsamen Raum zu gestalten, indem sich alle zugehörig fühlen dürfen.

… die Garderobe lebt. Ein Kind stampft wütend auf, da das rote Lieblings- Auto nicht da ist. Ein anderes Kind weint und hält die Hand des Vaters fest umklammert. Daneben hüpfen zwei Kinder lachend und begrüßen sich auf Arabisch und Deutsch, während ein anderes Kind „Hallo!“ gebärdet. Ein Kind sucht die eigene Brille im Rucksack, ein anderes rollt selbstbewusst mit dem Rollstuhl durch das lebendige Treiben und winkt allen zu. Jede Bewegung, jedes Geräusch, jede Geschichte hat ihren Platz.

Manche Kinder brauchen Nähe, andere wollen selbstbestimmt und allein agieren. Familien unterstützen, helfen beim Aufhängen der Jacken oder halten Hände. Pädagogische Kräfte beobachten, begrüßen Kinder und Familien, lächeln, begleiten und lassen Raum für eigene, individuelle Schritte. Lachen mischt sich mit Tränen, kleine Konflikte treffen auf Mut, Frust auf Freude und in dieser Vielfalt entsteht ein Gefühl von Gemeinschaft. Der Morgen in der Kita ist wie ein kleines Konzert: Stimmen in allen Sprachen, Geschichten von Zuhause, von Erinnerungen, Erlebnissen und Erfahrungen – jede Perspektive wertvoll.

Inklusion zeigt sich genau hier: in der Art, wie wir zuhören, wie wir Räume gestalten, wie wir miteinander umgehen. Sie bedeutet, Unterschiede nicht zu nivellieren, sondern zu feiern. In der Offenheit gegenüber unterschiedlichen Sprachen, Familienformen, kulturellen Prägungen, sozialen Lebenslagen, Glaubensrichtungen, Geschlechtern, Entwicklungswegen und Temperamenten. Sie heißt, Kinder in ihrer ganzen Persönlichkeit wahrzunehmen, Familien in ihren vielfältigen Lebenswelten einzubeziehen und Teams zu befähigen, alle Stimmen willkommen zu heißen

Dozentin

Julia Hoffstiepel
Heilpädagogin B.A.


„Nichts spornt mich mehr an als die drei Worte:
Das geht nicht.
Wenn ich das höre, tue ich alles, um das Unmögliche möglich zu machen.“

Harald Zindler

Die wichtigsten Details auf einen Blick


Zielgruppe
Päd. Mitarbeiter:innen
aus Kitas


Montag bis Mittwoch
12.10.26 – 14.10.26
09:15 – 16:15 Uhr (24 UE)


Teilnahmebeitrag
400,00 €
50,00 € Rabatt sichern!

Inhalt der Weiterbildung

Tag 1: Grundlagen & Haltung

  • Kreativer Einstieg: eigenes Bild zum Thema Inklusion
  • Diversität als Bereicherung für den Kita – Alltag verstehen und wertschätzen

  • Diskriminierung erkennen und Ebenen von Ausgrenzung verstehen

  • Grundlagen der vorteilsbewussten Pädagogik und des Anti-Bias-Ansatz sammeln

  • Grundbegriffe einordnen und unterscheiden: Exklusion, Segregation, Integration und Inklusion

Tag 2: Inklusive Kita-Praxis gestalten

  • Teamarbeit als Rahmenbedingungen für eine inklusive Praxis vertiefen

  • Index für Inklusion zur Reflexion eigener und neuer Strukturen kennenlernen

  • Sprache und Kommunikation als Schlüssel für Teilhabe verstehen

  • Ressourcenorientierung: Stärken entdecken, Potenziale bestärken

  • Raum- /Materialgestaltung inklusiv denken

Tag 3: Inklusive Kita-Praxis gestalten

  • Bindung als Grundlage für sichere Beziehungen und vertrauensvolle Begegnungsorte verstehen

  • Risiko- und Schutzfaktoren von Kindern, Wirkkraft von Resilienz verinnerlichen

  • Bedeutsamkeit der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Familien wahrnehmen

  • Netzwerkarbeit und Sozialraumbezug als Förderfaktor verstehen

Ziele der Weiterbildung

  • Grundlagenwissen zum Thema Inklusion, Diversität und einer vorurteilsbewussten Pädagogik sammeln

  • Praktische Methoden sowie Impulse für die tägliche Umsetzung in den Kita-Alltag gewinnen

  • Reflexionsräume nutzen, um die eigene Haltung zu schärfen

  • Anregungen für die Teamarbeit, Beziehungsgestaltung mit Kindern und die Bildungspartnerschaft mit Familien stärken

  • Verständnis für Vielfalt als Ressource verinnerlichen

  • Inspirationen sammeln, die Kita zu einem lebendigen, inklusiven Lebensraum für alle zu gestalten

  • Anregungen kennenlernen, wie Inklusion tatsächlich gelebt und nicht nur gedacht werden kann

  • Inklusion als fortlaufenden Entwicklungsprozess verstehen und die kleinen Schritte feiern

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